Kammerjäger und Schädlingsbekämpfung

Wir sind aktuell verfügbar und hier um zu helfen!

0176 157 05 343

Schlupfwespen gegen Lebensmittelmotten: Wirkung und richtige Anwendung


Schlupfwespen Lebensmittelmotten

Lebensmittelmotten fliegen noch durch die Küche, obwohl bereits Schlupfwespen-Karten im Vorratsschrank liegen. Funktioniert die Methode also nicht?

Nicht unbedingt. Genau hier entsteht häufig ein falscher Eindruck. Schlupfwespen der Art Trichogramma evanescens greifen nicht die erwachsenen Falter an. Sie suchen die winzigen Eier der Lebensmittelmotten und parasitieren sie. Bereits vorhandene Larven und Puppen verschwinden dadurch nicht über Nacht.

Wer Schlupfwespen erfolgreich einsetzen möchte, muss deshalb verstehen, welches Entwicklungsstadium sie bekämpfen und welche zusätzlichen Schritte weiterhin nötig sind. Bei einem größeren oder wiederkehrenden Befall finden Sie weitere Informationen zur professionellen Mottenbekämpfung von Xattack.

Inhaltsverzeichnis

  1. Wie wirken Schlupfwespen?
  2. Welche Mottenstadien werden bekämpft?
  3. Was muss vor der Anwendung passieren?
  4. Wie werden die Karten richtig platziert?
  5. Wie lange dauert die Behandlung?
  6. Warum fliegen trotzdem noch Motten?
  7. Schlupfwespen oder Pheromonfalle?
  8. Vor- und Nachteile
  9. Woran erkennt man den Erfolg?
  10. Wann professionelle Hilfe sinnvoll ist
  11. Häufige Fragen

Wie wirken Schlupfwespen gegen Lebensmittelmotten?

Bei Lebensmittelmotten werden vor allem winzige Schlupfwespen der Art Trichogramma evanescens eingesetzt.

Die Tiere suchen nach den Eiern der Motten. Finden sie ein geeignetes Ei, legen sie ihr eigenes Ei hinein. Das Mottenei dient anschließend der Entwicklung der Schlupfwespe und aus diesem Ei entsteht keine neue Lebensmittelmotten-Larve.

Dadurch setzt die biologische Bekämpfung sehr früh im Lebenszyklus an:

Mottenei → Larve → Puppe → Falter

Trichogramma wirkt am ersten dieser Stadien.

Das aktuelle Umweltbundesamt zu Lebensmittelmotten beschreibt Trichogramma evanescens ebenfalls als Nützling zur Parasitierung der Motteneier.

Sind Schlupfwespen für Menschen oder Haustiere gefährlich?

Die für die Mottenbekämpfung eingesetzten Trichogramma-Schlupfwespen sind extrem klein. Verschiedene Anbieter geben ihre Größe mit ungefähr 0,3 bis 0,4 Millimetern an. Sie sind dadurch im Alltag kaum wahrnehmbar.

Sie interessieren sich nicht für Menschen, Lebensmittel oder Haustiere, sondern suchen Motteneier.

Das Umweltbundesamt bewertet die eingesetzten Nützlinge ebenfalls als weder für Menschen noch für Haustiere gefährlich oder lästig. Wenn keine geeigneten Motteneier mehr vorhanden sind, verschwindet auch die Schlupfwespenpopulation wieder.

Bekämpfen Schlupfwespen auch Lebensmittelmotten-Larven?

Schlupfwespen Lebensmittelmotten-Larven

Hier lohnt sich eine klare Unterscheidung.

Trichogramma evanescens parasitiert Motteneier. Bereits geschlüpfte Lebensmittelmotten-Larven werden dadurch nicht direkt bekämpft.

Das ist wichtig, weil sichtbare Larven häufig genau der Grund sind, warum Nutzer glauben, ihre Schlupfwespen würden nicht funktionieren.

Die Larve kann bereits geschlüpft sein, bevor die erste Schlupfwespen-Karte ausgelegt wurde.

Für Larvenstadien nennt das Umweltbundesamt zusätzlich Bracon hebetor. Auch GrünTeam unterscheidet ausdrücklich zwischen Trichogramma für Motteneier und Habrobracon beziehungsweise Bracon hebetor für Larven.

Das bedeutet allerdings nicht, dass jeder Privathaushalt automatisch mehrere Nützlingsarten einsetzen muss. Entscheidend sind Befallsstärke, Entwicklungsstadien und die konkreten Anwendungshinweise.

Was muss vor dem Einsatz von Schlupfwespen passieren?

Schlupfwespen sollten nicht zwischen offensichtlich befallenen Lebensmittelpackungen ausgelegt werden, während die eigentliche Nahrungsquelle unangetastet bleibt.

Zuerst müssen die Vorräte kontrolliert werden.

Achten Sie besonders auf Mehl, Müsli, Reis, Nüsse, Trockenobst, Tee, Gewürze, Schokolade, Backzutaten und trockenes Tierfutter.

Produkte mit sichtbaren Larven, Gespinsten oder deutlichen Befallsspuren sollten entfernt werden.

Danach werden die betroffenen Vorratsbereiche gereinigt. Prüfen Sie auch Ecken, Fugen, Bohrlöcher, Scharniere und Stellen, an denen sich Larven zur Verpuppung zurückgezogen haben könnten.

Die re-natur Anleitung zu Trichogramma und GrünTeam empfehlen ebenfalls, befallene Lebensmittel vor dem Nützlingseinsatz auszusortieren und den Lagerbereich zu reinigen.

Bei einem Befall, der sich bereits auf mehrere Bereiche erstreckt, finden Sie zusätzlich Hinweise unter Ungeziefer im Haus bekämpfen.

Wie werden Schlupfwespen-Karten richtig platziert?

Die Karten gehören dorthin, wo Lebensmittel beziehungsweise mögliche Motteneier vorhanden sind.

Das können Vorratsschränke, Schubladen, Regalböden, Speisekammern oder Bereiche mit trockenem Tierfutter sein.

Ein häufiger Fehler besteht darin, alle Karten an einer einzigen Stelle zu platzieren, obwohl Lebensmittel in mehreren voneinander getrennten Schrankfächern gelagert werden.

Die genaue Anzahl der benötigten Karten lässt sich jedoch nicht seriös pauschalisieren.

Plantura nennt beispielsweise eine Karte pro Schrank beziehungsweise Schublade bis zu einer bestimmten Fläche. GrünTeam empfiehlt wegen des begrenzten Bewegungsradius eine Karte pro Lebensmittel-Regalboden. re-natur nennt ebenfalls eine Karte pro Regal- oder Schrankfach.

Deshalb gilt:

Nicht eine allgemeine Zahl aus einem Blog übernehmen, sondern die Dosierungs- und Platzierungsanweisung des konkret verwendeten Produkts befolgen.

Wie lange dauert die Bekämpfung mit Schlupfwespen?

Hier finden Nutzer online unterschiedliche Zahlen. Das bedeutet nicht automatisch, dass eine davon falsch ist.

Das Umweltbundesamt beschreibt für Lebensmittelmotten einen Einsatz über etwa zehn Wochen, wobei die Schlupfwespen-Karten drei- bis viermal erneuert werden sollen.

Plantura arbeitet derzeit mit drei Lieferungen im Abstand von drei Wochen und nennt rund acht Wochen bis zum erwarteten Behandlungserfolg. GrünTeam bietet ebenfalls drei Lieferungen im Abstand von drei Wochen an.

Die entscheidende SEO- und Nutzerbotschaft lautet deshalb nicht:

„Schlupfwespen brauchen exakt neun Wochen.“

Sondern:

Die Behandlung muss über mehrere Wochen konsequent wiederholt werden, damit neu abgelegte Motteneier in verschiedenen Phasen erreicht werden. Die konkrete Dauer richtet sich nach Produktprotokoll und Befallssituation.

Wer eine Behandlung nach der ersten Karte abbricht, kann den Mottenzyklus deshalb möglicherweise nicht vollständig erfassen.

Warum sehe ich trotz Schlupfwespen noch Motten?

Das kann während der Behandlung vorkommen.

Eine bereits vorhandene Puppe wird nicht rückwirkend von Trichogramma parasitiert. Daraus kann weiterhin ein erwachsener Falter schlüpfen.

Auch bereits geschlüpfte Larven können ihre Entwicklung zunächst fortsetzen.

Das Ziel der Trichogramma-Anwendung ist, den Nachschub aus neu abgelegten beziehungsweise vorhandenen Motteneiern zu unterbrechen.

Darum sollte der Behandlungserfolg nicht danach beurteilt werden, ob nach zwei Tagen noch eine Motte durch die Küche fliegt.

Wichtiger ist die Entwicklung über die gesamte vorgesehene Behandlungsperiode.

Schlupfwespen oder Pheromonfalle: Was ist der Unterschied?

Die beiden Methoden erfüllen unterschiedliche Aufgaben.

Eine Pheromonfalle lockt hauptsächlich männliche erwachsene Lebensmittelmotten an. Sie eignet sich dadurch besonders zur Befallserkennung und weiteren Kontrolle.

Trichogramma-Schlupfwespen suchen dagegen nach Motteneiern.

Die Pheromonfalle beantwortet also eher:

„Sind noch erwachsene männliche Motten aktiv?“

Schlupfwespen setzen dagegen bei der nächsten Generation an.

Das Umweltbundesamt empfiehlt Lockstofffallen auch nach der Bekämpfung zur Erfolgskontrolle, weist aber darauf hin, dass Fallen allein einen Befall nicht sicher beseitigen.

Bei Xattack Schädlingsbekämpfung sollte deshalb nicht eine einzelne Methode isoliert betrachtet werden. Wichtiger ist, welches Entwicklungsstadium im betroffenen Bereich tatsächlich noch vorhanden ist.

Welche Nachteile haben Schlupfwespen?

Welche Nachteile haben Schlupfwespen

Der größte Nachteil ist nicht die Sicherheit, sondern die notwendige Konsequenz bei der Anwendung.

Die Behandlung dauert mehrere Wochen. Karten müssen rechtzeitig erneuert und in allen relevanten Vorratsbereichen platziert werden.

Außerdem bekämpft Trichogramma nicht sämtliche Entwicklungsstadien gleichzeitig.

Wer gleichzeitig vorhandene Larven, Puppen und befallene Lebensmittel ignoriert, kann trotz korrekt eingesetzter Schlupfwespen weiterhin Motten beobachten.

Auch die Lagerbedingungen spielen eine Rolle. GrünTeam und re-natur weisen beispielsweise darauf hin, dass die Entwicklung der Nützlinge temperaturabhängig ist.

Schlupfwespen sind deshalb keine Methode nach dem Prinzip „Karte hinlegen und Küche vergessen“.

Kann ich gleichzeitig eine Pheromonfalle verwenden?

Grundsätzlich können Pheromonfallen zur Beobachtung des Befalls eingesetzt werden.

Plantura weist darauf hin, dass Trichogramma nicht gezielt vom Pheromon der Mottenfalle angelockt wird. Die Karten sollten dennoch nicht direkt neben einer Klebefalle platziert werden, weil die winzigen Nützlinge zufällig auf die Klebefläche geraten könnten.

Nutzen Sie die Pheromonfalle deshalb als Monitoringinstrument und beachten Sie die Abstandsempfehlung des jeweiligen Herstellers.

Woran erkenne ich, dass die Schlupfwespen erfolgreich waren?

Nicht daran, dass Sie die Schlupfwespen sehen.

Die Tiere sind so klein, dass ihre Aktivität im Alltag kaum beobachtet werden kann.

Aussagekräftiger ist das Gesamtbild:

Nach und nach sollten keine neuen Gespinste oder Larven mehr auftauchen. Die Zahl erwachsener Falter sollte zurückgehen. Kontrollfallen sollten langfristig weniger beziehungsweise keine neue Mottenaktivität zeigen.

Entscheidend ist aber die Beobachtung über die komplette vorgesehene Behandlungsperiode.

Erscheinen nach Abschluss weiterhin regelmäßig neue Larven oder Falter, sollten Sie prüfen, ob ein Vorratsbereich, Tierfutter, eine geschlossene Packung oder eine andere Befallsquelle übersehen wurde.

Muss ich nach Schlupfwespen noch etwas tun?

Ja.

Auch nach der biologischen Behandlung sollten trockene Vorräte kontrolliert und möglichst in gut schließenden festen Behältern gelagert werden.

Neu gekaufte Lebensmittel können erneut Lebensmittelmotten einschleppen. Eine erfolgreich abgeschlossene Behandlung schützt daher nicht dauerhaft vor einem neuen, später eingeschleppten Befall.

Behalten Sie besonders lange gelagerte Vorräte im Blick.

Außerdem können Pheromonfallen anschließend als Kontrollinstrument dienen.

Wann reicht die Behandlung mit Schlupfwespen nicht aus?

Wenn der Befallsherd unbekannt bleibt, mehrere Räume betroffen sind oder trotz vollständiger Anwendung immer wieder neue Motten auftreten, sollte die Situation neu bewertet werden.

Das Umweltbundesamt empfiehlt bei hartnäckigem und wiederkehrendem Befall die Unterstützung eines sachkundigen Schädlingsbekämpfungsbetriebs.

Weitere Informationen finden Sie unter Insekten professionell bekämpfen lassen und zur allgemeinen professionellen Schädlingsbekämpfung von Xattack.

Häufige Fragen zu Schlupfwespen gegen Lebensmittelmotten

Kann man mit Schlupfwespen Lebensmittelmotten bekämpfen?

Ja. Trichogramma evanescens parasitiert die Eier verschiedener Lebensmittelmotten und unterbricht dadurch die Entwicklung der nächsten Generation. Befallene Lebensmittel und bereits vorhandene Larven müssen trotzdem berücksichtigt werden.

Wie lange muss ich Schlupfwespen einsetzen?

Die genaue Dauer hängt vom Behandlungssystem ab. Das Umweltbundesamt beschreibt ungefähr zehn Wochen mit drei bis vier Erneuerungen. Einige kommerzielle Systeme arbeiten mit drei Lieferungen im Dreiwochenrhythmus.

Helfen Schlupfwespen gegen Larven?

Trichogramma evanescens richtet sich gegen Motteneier, nicht direkt gegen bereits geschlüpfte Larven. Für Larvenstadien nennt das Umweltbundesamt Bracon hebetor als weiteren biologischen Gegenspieler.

Wie viele Schlupfwespen-Karten brauche ich?

Das hängt vom Produkt und von Anzahl sowie Größe der betroffenen Lagerbereiche ab. Häufig wird eine Karte je Schrankfach, Schublade oder Regalbereich empfohlen. Maßgeblich ist aber die konkrete Herstelleranweisung.

Können Schlupfwespen stechen?

Die bei Lebensmittelmotten eingesetzten Trichogramma-Schlupfwespen sind winzig und stellen keine Stechgefahr für Menschen dar. re-natur beschreibt, dass ihr Legeapparat der Eiablage dient und sie Menschen nicht stechen.

Verschwinden Schlupfwespen wieder?

Ja. Wenn keine geeigneten Motteneier mehr zur Verfügung stehen, können sie sich nicht weiter erfolgreich vermehren und verschwinden wieder.

Soll ich befallene Lebensmittel trotzdem entsorgen?

Ja. Schlupfwespen machen bereits kontaminierte Lebensmittel nicht wieder verwendbar. Befallene Produkte sollten entfernt und die betroffenen Vorratsbereiche gereinigt werden.

Schlupfwespen richtig einsetzen mit Xattack Schädlingsbekämpfung

Schlupfwespen können ein sinnvoller Bestandteil der biologischen Lebensmittelmottenbekämpfung sein. Entscheidend ist jedoch, sie nicht als Universallösung zu betrachten.

Xattack Schädlingsbekämpfung empfiehlt, zuerst den Befallsherd zu bestimmen und offensichtlich befallene Vorräte zu entfernen. Danach können geeignete biologische Maßnahmen gezielt gegen die noch vorhandenen Entwicklungsstadien eingesetzt werden.

Besonders wichtig ist die Unterscheidung zwischen Ei, Larve, Puppe und erwachsenem Falter. Trichogramma evanescens arbeitet gegen Eier. Eine Pheromonfalle überwacht vor allem männliche Falter. Bereits vorhandene Larven und Puppen müssen bei der Gesamtstrategie ebenfalls berücksichtigt werden.

Genau deshalb sollte die entscheidende Frage nicht lauten: „Sind Schlupfwespen gut oder schlecht?“ Sondern: „Welches Stadium der Lebensmittelmotte muss ich in meinem Vorratsbereich gerade erreichen?“

Wer diese Frage richtig beantwortet, setzt Schlupfwespen nicht einfach irgendwo in der Küche aus, sondern nutzt sie dort, wo sie biologisch tatsächlich ihre Stärke haben.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert