Stinkwanzen im Haus? So werden Sie die Tiere richtig los
Stinkwanzen am Fenster, an der Hauswand oder plötzlich in der Wohnung sind vor allem im Spätsommer und Herbst ein häufiges Ärgernis. Die Tiere suchen geschützte Plätze zum Überwintern und gelangen dabei durch offene Fenster, Türen, Rollladenkästen oder kleine Spalten ins Gebäude.
Wenn Sie Stinkwanzen bekämpfen oder aus der Wohnung vertreiben möchten, ist zuerst wichtig zu wissen: Einzelne Tiere sind normalerweise kein Grund für eine chemische Schädlingsbekämpfung. Sie können vorsichtig entfernt und anschließend mögliche Eintrittswege gesichert werden.
Treten jedoch immer wieder größere Ansammlungen auf oder gelangen die Wanzen über schwer erreichbare Bereiche ins Gebäude, können wir über Xattack Schädlingsbekämpfung Ihren Fall einordnen und bei Bedarf einen passenden Schädlingsbekämpfer vermitteln.
Stinkwanzen erkennen: Nicht jede Wanze ist gleich
Der Begriff „Stinkwanze“ wird für verschiedene Baumwanzen verwendet. Typisch ist der unangenehme Geruch, den viele Arten bei Bedrohung über ihre Stinkdrüsen abgeben.
In und an Gebäuden können unter anderem folgende Arten beziehungsweise ähnliche Wanzen auffallen:
- Grüne Stinkwanze: im Sommer meist grün, später teilweise bräunlich gefärbt
- Marmorierte Baumwanze: braun marmoriert und als invasive Pflanzenwanze relevant
- Graue Gartenwanze: kann leicht mit der Marmorierten Baumwanze verwechselt werden
- Weitere Garten- und Bodenwanzen: können ebenfalls zeitweise in Gebäude gelangen
Ein Foto von Ober- und Unterseite des Tieres kann bei einer unsicheren Bestimmung hilfreich sein. Besonders wichtig ist die Abgrenzung zu Bettwanzen, denn diese haben eine völlig andere Lebensweise und erfordern andere Maßnahmen.
Warum kommen Stinkwanzen in die Wohnung?
Stinkwanzen kommen normalerweise nicht wegen mangelnder Sauberkeit ins Haus. Viele erwachsene Tiere suchen im Herbst einen geschützten Platz für die Überwinterung.
Dabei nutzen sie beispielsweise:
- offene oder schlecht abgedichtete Fenster und Türen,
- Ritzen an Fenster- und Türrahmen,
- Rollladenkästen und Fassadenspalten,
- Dach- und Gebäudefugen sowie
- andere geschützte Hohlräume.
Deshalb können an warmen Herbsttagen zunächst viele Tiere auf sonnigen Fassaden auftreten und später einzelne Stinkwanzen in Wohnräumen gefunden werden.
Stinkwanzen bekämpfen: Was hilft wirklich?
Einzelne Stinkwanzen vorsichtig entfernen
Eine einzelne Stinkwanze lässt sich am einfachsten mit einem Glas aufnehmen. Schieben Sie ein Stück Papier darunter und bringen Sie das Tier anschließend nach draußen.
Zerquetschen sollten Sie Stinkwanzen möglichst nicht. Bei Bedrohung können sie ein intensiv riechendes Abwehrsekret freisetzen.
Bei mehreren Tieren zuerst den Zugang suchen
Wenn regelmäßig neue Stinkwanzen auftauchen, ist nicht nur das Entfernen der sichtbaren Tiere wichtig. Prüfen Sie gleichzeitig Fenster, Türen, Rollladenkästen und andere mögliche Eintrittsstellen.
Das Ziel ist nicht, jeden einzelnen Überwinterungsgast chemisch zu behandeln, sondern das weitere Eindringen möglichst zu verhindern.
Insektizide nicht unnötig einsetzen
Bei harmlosen Stinkwanzen im Wohnbereich sind Insektizide in vielen Fällen weder notwendig noch die sinnvollste erste Maßnahme. Auch das Umweltbundesamt empfiehlt bei den üblichen harmlosen Wanzenarten, die Tiere aufzunehmen und nach draußen zu bringen.
Weitere fachliche Hinweise finden Sie in den offiziellen Informationen zu Wanzen und ihrer Abwehr.
So halten Sie Stinkwanzen künftig draußen
Die wirksamste Strategie gegen wiederkehrende Stinkwanzen im Haus ist häufig die Prävention. Besonders vor Beginn der Überwinterungszeit lohnt sich eine Kontrolle möglicher Zugänge.
- Fliegengitter an häufig geöffneten Fenstern anbringen
- beschädigte Fenster- und Türdichtungen prüfen
- größere Spalten und Fugen fachgerecht verschließen
- Rollladenkästen und andere Zugangsbereiche kontrollieren
- Fenster und Türen bei starken Ansammlungen nicht unnötig lange offen lassen
Weitere Möglichkeiten zur Vorbeugung gegen eindringende Insekten finden Sie auch unter Insektenbekämpfung und Prävention.

Sind Stinkwanzen gefährlich?
Die üblichen Stinkwanzen, die sich in Häuser und Wohnungen verirren, gelten für Menschen nicht als gefährliche Parasiten und übertragen nach Angaben des Umweltbundesamts keine Krankheiten.
Ihr Hauptproblem im Wohnbereich ist die Belästigung durch größere Ansammlungen und das unangenehm riechende Abwehrsekret.
Anders sieht es bei bestimmten Arten aus Sicht des Pflanzenbaus aus. Die invasive Marmorierte Baumwanze kann verschiedene Obst-, Gemüse- und andere Kulturpflanzen schädigen. Das macht sie jedoch nicht zu einem typischen Gesundheits- oder Hygieneschädling in der Wohnung.
Stinkwanzen im Garten: Bekämpfung nicht mit dem Hausbefall verwechseln
Eine Stinkwanze auf einer Hauswand und ein Pflanzenbefall im Garten sind zwei unterschiedliche Situationen. Viele heimische Wanzenarten verursachen keine relevanten Schäden.
Bei der Marmorierten Baumwanze können dagegen Saugschäden an Früchten und Pflanzen auftreten. Wenn Pflanzen sichtbar geschädigt werden, sollte deshalb zunächst geklärt werden, welche Wanzenart tatsächlich vorhanden ist, bevor Bekämpfungsmaßnahmen gewählt werden.
Wann ist professionelle Hilfe bei Stinkwanzen sinnvoll?
Bei ein oder zwei Stinkwanzen in der Wohnung benötigen Sie normalerweise keinen Kammerjäger. Anders kann die Situation sein, wenn:
- immer wieder zahlreiche Tiere in Wohnräume gelangen,
- sich größere Ansammlungen in schwer erreichbaren Gebäudebereichen befinden,
- der Eintrittsweg nicht gefunden werden kann,
- Sie nicht sicher sind, ob es sich tatsächlich um Stinkwanzen handelt oder
- ein Gewerbeobjekt beziehungsweise größerer Gebäudekomplex betroffen ist.
In solchen Fällen können Sie uns Fotos und eine kurze Beschreibung schicken. Xattack hilft Ihnen bei der Einordnung und vermittelt bei Bedarf einen passenden Schädlingsbekämpfer.
Stinkwanzen richtig bestimmen und gezielt handeln
Wenn Sie Stinkwanzen im Haus loswerden möchten, beginnen Sie nicht sofort mit Sprays. Entfernen Sie einzelne Tiere vorsichtig, prüfen Sie mögliche Eintrittsstellen und beobachten Sie, ob weitere Wanzen nachkommen.
Bei wiederkehrenden oder größeren Ansammlungen teilen Sie uns mit, wo die Tiere auftreten, wie viele Sie ungefähr beobachten und über welchen Gebäudebereich sie vermutlich eindringen. So können wir Ihren Fall besser einschätzen und entscheiden, ob eine professionelle Schädlingsbekämpfung beziehungsweise Präventionsmaßnahme sinnvoll ist.
Häufige Fragen zu Stinkwanzen
Warum stinken Stinkwanzen?
Bei Bedrohung geben viele Wanzenarten ein intensiv riechendes Sekret aus speziellen Drüsen ab. Deshalb sollten die Tiere möglichst nicht zerquetscht werden.
Beißen oder stechen Stinkwanzen Menschen?
Die typischen pflanzensaugenden Stinkwanzen, die zum Überwintern in Häuser gelangen, sind keine menschlichen Parasiten.
Warum habe ich plötzlich viele Stinkwanzen am Haus?
Vor allem im Herbst können sich erwachsene Tiere an warmen Fassaden sammeln und nach geschützten Überwinterungsplätzen suchen.
Vermehren sich Stinkwanzen in der Wohnung?
Die typischen Funde im Herbst entstehen vor allem dadurch, dass erwachsene Wanzen Gebäude als Winterquartier nutzen. Eine Wohnung ist für diese Tiere normalerweise kein klassischer dauerhafter Brutplatz.
Was ist der beste Schutz gegen Stinkwanzen?
Fliegengitter sowie das Abdichten geeigneter Eintrittsstellen an Fenstern, Türen, Rollladenkästen und Fassaden können verhindern, dass immer wieder neue Tiere ins Gebäude gelangen.