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Möglichkeiten der Taubenabwehr


Tauben haben in der Gesellschaft zwei unterschiedliche Stellungen. Für die Einen sind Tauben das Symbol der Liebe und des Friedens. Für die Anderen sind Tauben dreckige, mit Infektionen verseuchte Schädlinge. Aber was davon hat seine berechtigte Stellung in der Gesellschaft?

Tauben willkommen? Nein danke

Tauben sind nicht immer willkommen. In Städten sitzen die Vögel gerne auf dem Balkon, Fensterbrett oder dem Dach. Vor allem in ihrer Brutzeit im März machen es sich die Tiere bei uns Menschen gemütlich.

Doch nicht nur das Gurren und das laute Flügelschlagen verbreitet Ärger, sondern auch der Kot. Daher hat man viele verschiedene Methoden und Maßnahmen entwickelt, um die Tiere fernzuhalten.

Wie gefährlich sind Tauben?

Tauben stören vor allem durch ihr lautes Gurren und Flügelschlagen. Jedoch produzieren sie neben Lärm und Dreck auch hohe Schaden.

Eine weitaus größere Gefahr stellt allerdings der Vogelkot dar. Tauben scheiden mit dem Kot viele Mikroorganismen aus. Darunter fallen auch Krankheitserreger wie Bakterien und Pilze.

Frischer Taubenkot besitzt ein höheres Infektionsrisiko, als Taubenkot, der bereits mehrere Wochen oder Monate lagert.

Aber auch alter Taubenkot stellt ein ernsthaftes Risiko dar. Hier wachsen manchmal Hefepilze. Darunter auch der Pilz, der laut RKI bei Menschen zu einer Hirnhautentzündung führt. Tragen Sie aus dem Grund einen Atemschutz, wenn Sie alten Taubenkot entfernen.

Neben Infektionen richtet der Taubenkot auch Schäden an Gebäuden an. Denn er enthält Harnsäure, welches in der Lage ist, Steine zu zerfressen. Taubenkot richtet dadurch an Steinen oder auch an Metallen unschöne Schäden an.

Wichtige Fakten über die Taube

  1.  Die Ratten der Lüfte: Wahrheit oder Mythos?

Tauben gelten als starke Krankheitsüberträger. Jedoch ist eine Taube an sich nicht gefährlicher als anderes Wild und Ziervögel.

Aber Vorsicht: Taubenhalter oder Vogelhalter haben, aufgrund ihrer Nähe zu den Tieren, dennoch ein erhöhtes Infektionsrisiko.

  1. Tauben als Haustiere

Tatsächlich stammen die heutigen Stadttauben von Haustauben oder Brieftauben ab. Die damaligen Haustauben züchteten Menschen zur Fleischgewinnung.

Da Tauben nicht von Natur aus in der Wildnis nach Nahrung suchen, bedienen sie sich an Essensresten. Aus diesem Grund halten sich Tauben gerne bei Menschen auf.

So wehren Sie Tauben effektiv ab

  1. Mit einer großen Vogelattrappe halten Sie Tauben von Ihrem Balkon oder Garten fern. Als Attrappe eignen sich unter anderem Eulen- oder Raben-Formen. Beachten Sie, dass Sie diese immer wieder an andere Stellen platzieren. Andernfalls erkennen die Tauben, dass es nicht um lebende Vögel handelt.
  1.  Neben Vogelattrappen vertreiben auch Windräder Tauben. Vor allem Windräder, welche die Sonne reflektieren, mögen die Tauben nicht. Aus diesem Grund hängen viele Menschen auch CDs in den Garten oder an den Balkon.
  1. Eine kurzfristige Lösung sind auch Hunde – oder Katzenhaare auf dem Balkon oder der Terrasse. Tauben mögen den Geruch von Haustieren nicht und machen zumindest übergangsweise einen Bogen. Langfristig helfen Tierhaare jedoch nicht, da sich die Tauben schnell an den Geruch gewöhnen.
  1. Verdecken Sie Nischen oder Ecken auf der Terrasse. Kaninchendraht hält Tauben davon ab, in Nischen zu brüten.
  1. Auch laute Geräusche vertreiben Tauben. Seien Sie aber vorsichtig: Musik laufen zu lassen oder permanent laute Geräusche  stört auch andere Tiere, ganz zu schweigen von den Nachbarn.
  1. Entfernen Sie Stöcke und Zweige, damit die Tauben kein Nest bauen.
  1. Füttern Sie die Tauben nicht und lassen sie nichts essbares auf Ihrem Balkon liegen. Tauben halten sich gerne da auf, wo sie leichten Zugriff auf Essen haben.
  1. Kaufen Sie Tauben- oder Vogelnetze. Aber achten Sie darauf, dass diese so engmaschig sind, dass sich die Tiere nicht darin verheddern und verletzen.
  1. Bringen Sie „Birdslides“ an Hausdächern an. Die Acrylplatten sind glatt und Vögel meiden diese.

Benutzen Sie KEINE Fangnetze und Nagelbretter

Fangnetze und Nagelbretter sind lebensgefährlich für die Tiere. Hilfsmittel dieser Art verletzen die Tiere, da sie sich an den Nägeln verletzen, oder sich in den Netzen verfangen. Eine Taube, die sich nicht mehr aus dem Netz befreien kann, verhungert.

Nehmen die Tauben auf Ihrem Balkon überhand rufen Sie lieber ausgebildete Experten, bevor Sie die Tiere verletzen oder töten.

Dürfen Sie Tauben töten?

Laut dem Tierschutzgesetz dürfen Sie Tauben nicht töten. Sie dürfen Tauben lediglich fangen und wieder aussetzen. Das macht meistens jedoch wenig Sinn, da die Tauben in der Regel ihren Weg zurück zu ihrem Stammplatz kennen.

Gehen Sie auf eigene Faust los und vergiften Tauben, machen Sie sich strafbar. Es droht ein Bußgeld von bis zu 15.000 Euro. Töten Sie mit dem Gift, abgesehen von den Tauben, noch eine andere geschützte Vogelart, zahlen Sie weitaus mehr.

Auch das Abschießen von Tauben gestattet das Tierschutzgesetz nicht. Die Bundesartenschutzverordnung schützt die Tauben nach dem Jagdrecht. Einen Abschuss müssen Zuständige erst rechtlich freigeben.

Beim Abschuss achten geübte Schützen auf das Wohl der Tauben. Die Schützen töten die Tauben ohne, dass diese Schmerzen haben.

Taubenhilfe in den Gemeinden

Ein sinnvoller Weg, um gegen die Tauben vorzugehen sind Taubenschläge. In einigen Städten funktioniert das Konzept bereits sehr gut. Die Gemeinde stellt an ausgewählten Standorten Taubenschläge auf und stellt dort artgerechtes Futter zur Verfügung. Damit kontrollieren sie den Aufenthalt der Tiere.

Generell gilt: Fassen Sie die Tiere nicht an und füttern Sie diese nicht. Ein generelles Verbot gegen das Taubenfüttern existiert in Deutschland nicht. Allerdings begehen Sie an vielen Orten eine Ordnungswidrigkeit, wenn Sie Tauben Körner zuwerfen.

Auch in Ihrem Garten dürfen Sie nicht einfach Tauben füttern. Ihr Vermieter kann Ihnen das Füttern von Tauben untersagen. Lesen Sie im Zweifel Ihren Mietvertrag durch, der gibt Ihnen Auskunft darüber, ob Sie Tauben füttern dürfen.

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