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Alles, was Sie jemals über den Marder wissen wollten


Der Marder – Er ist ein nachtaktives Raubtier und zählt zu der Unterordnung der hundeartigen Raubtiere. Man erkennt sie oft an ihrer spitzen Schnauze und ihrem langgestreckten Körper. Sie entsprechen der Größe etwa einer Katze. 
Der Marder hat viele Gattungen, doch die bekanntesten sind der Steinmarder (Martes foina) und Baummarder (Martes martes). Sie sind in weiten Teilen Europas und Asiens beheimatet. Viele bezeichnen vor allem den Steinmarder als den „eigentliche” Marder. 

Die beiden Gattungen unterscheiden sich am offensichtlichsten an ihrem Aufenthaltsraum. Der Baummarder ist sehr scheu und hält sich hauptsächlich in der Natur auf. Den Steinmarder hingegen findet man oft in menschennahen Umgebungen, wie in Parks, auf Dachböden oder dem Motorraum eines Autos. 

Sie hören nachts ein unerklärliches Kratzen? Daran erkennt man meist, dass Marder in der Nähe sind.

Was zieht Marder an?

Der Jagd- und Überlebensinstinkt eines Marders zieht das Tier oft in die menschliche Nähe. Dabei greift er vor allem Kleintierställe, wie Hühnerställe oder Kaninchenställe vermehrt an.

Da der Marder ein Allesfresser mit einer Vorliebe für Fleisch ist, ernährt er sich meist von: 

  • Kleinsäuger (Nagetiere, Kaninchen, Igel, etc.)
  • Vögel und deren Eier
  • Fisch
  • Nüsse
  • Früchte
  • Insekten
  • Müll aus Haushalten oder öffentlichen Mülleimern
  • Komposthaufen
  • Hunde-/Katzenfutter

Wie kann man den Marder vertreiben?

Um das Raubtier zu vertreiben, gibt es viele verschiedene Methoden. 
Wenn sich ein Marder im Motorraum oder Dachboden einnistet, kann man selbst ein paar Methoden anwenden:

  • Haushaltsmittel

Säckchen mit Hunde- und Katzenhaaren, Toilettensteine oder bestimmte Sprays halten den Marder mit ihrem Geruch teilweise fern. Diese Abwehrmethode scheint effektiv, aber nur für einen bestimmten Zeitraum. 

  • Ultraschall-Geräte

Kleine Geräte, die unter der Motorhaube/im Versteck angebracht werden, geben einen empfindlichen Ton von sich. Für das menschliche Ohr ist die hohe Frequenz nicht zu erkennen. Für Marder hingegen ist es ein sehr unangenehmer Ton. Das Tier bleibt dabei unverletzt. 

Für eine langzeitige Fernhaltung sollte sich die Tonfrequenz abwechseln. Somit kann sich der Marder nicht an die Geräusche gewöhnen.

  • Stromschläge

Man kann auch an verschiedenen Stellen im Motorraum Elektroden anschließen. Dadurch bekommt der Marder einen Stromschlag, wenn er die Metallplatten berührt. Dieser Stromschlag ist nur so stark, dass sich das Raubtier erschrickt und wegrennt. Autohändler bieten häufig eine Nachrüstung der Marderabwehr an.

  • Säuberung 

Wenn es schon dazu kam, dass sich der Marder im Motorraum niedergelassen hat, dann hilft es, den Motor und Unterboden gründlich zu waschen. Dadurch wird der Mardergeruch beseitigt. 

  • Aussperren

Als Erstes sollten Sie die Schlupflöcher ausfindig machen. Sobald Sie die Schlupfstellen gefunden haben, dichten Sie diese ab. Die Zugänge sind meist schwer zu finden oder zu erreichen, weil dem Marder ein Zugang von fünf Zentimetern schon reichen. 

Um diese Methode erfolgreich auszuführen, ist die Hilfe von Experten nötig. Dieser hilft Ihnen die Schlupflöcher der Tiere ausfindig zu machen und erfolgreich zu verschließen.

Um den Schaden eines Marders zu verhindern bzw. zu verringern, werden Kabel und Schläuche mit Hartplastik ummantelt. Durch diesen Stoff kann der Marder nicht durchbeißen.

Wichtig: Privatpersonen, die keine Jagderlaubnis oder Fallenschein besitzen, ist das Fangen und Töten von Mardern bundesweit untersagt. Auf diese Straftat kann eine Geld- und Freiheitsstrafe folgen. Zudem gilt, dass Marder während der Schonzeit nicht ausgesperrt werden dürfen, da in dieser Zeit die Elterntiere die Jungtiere aufziehen.

Wo hält sich der Marder tagsüber auf?

Der Marder ist ein nachtaktives Tier. Folgendermaßen schlafen sie tagsüber und halten sich dabei an einem geschützten Ort auf. Dabei wechselt der Marder seinen Schlafort innerhalb seines Reviers regelmäßig.

Solche Rückzugsorte sollen einen maximalen Schutz vor dem Wetter geben. Ideal ist, wenn der Ein- und Ausgang so klein wie möglich ist und der Raum eine stabile Überdachung hat. Häufige Unterschlüpfe sind Garagen, Scheunen, Dachböden oder Ställe.

Ist ein Marder tagsüber unterwegs, ist es sehr wahrscheinlich, dass er auf der Jagd ist. Männchen haben ein größeres Revier als das Weibchen. Im Frühjahr verkleinert sich das Revier der Weibchen auf natürlichem Wege. So kann sie garantieren, dass sie nicht zu weit von ihrem Nachwuchs entfernt bleibt. 

Marder im Garten

Der Marder kann im Garten sowohl Vorteile als auch Nachteile haben. Trotz seines schlechten Rufes verwüstet das Raubtier den Garten nicht. Es gräbt keine Löcher und frisst keine Pflanzen. Da der Marder ein Allesfresser ist, isst er auch Larven, Insekten, Regenwürmer sowie Schädlinge. Für einen Gärtner kommt das nachtaktive Tier sehr gelegen. 

Sobald aber ein Beet vorhanden ist, nutzt der Marder dieses auch als Toilette. Der Marderkot kann über bloßen Kontakt Krankheiten übertragen und wirkt sich auf die Gesundheit aus. 

Das Entfernen des Kots ist nicht nur nervig, sondern auch eine massive Geruchsbelästigung. Auch für kleinere Tiere, wie Kaninchen in Käfigen oder Vögel geht der Marder los. Um diese Tiere zu schützen, sollte man sie mardersicher unterbringen. 

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